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Rückblick auf das EM-Drama Deutschland gegen Italien

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Endlich hat Deutschland sein Italientrauma überwunden. Nach acht Turnierspielen bei EM oder WM, bei denen Deutschland immer gegen Italien verloren hatte, gelang nun der erste Sieg. Das große Drama endete im Elfmeterschießen.

Im Stadion in Bordeaux vor 42.000 Zuschauern spielte Deutschland sein EM-Viertelfinale 2016 gegen Italien. Um zu gewinnen, hatte Bundestrainer Löw seine Mannschaft taktisch umgestellt und eine neue Aufstellung gewählt. Er opferte Julian Draxler, der gegen die Slowakei noch so überzeugt hatte. Dafür spielte Benedikt Höwedes als dritter Innenverteidiger. Somit wurde aus der Viererkette in der Abwehr eine Dreierkette mit drei Innenverteidigern und zwei Außenverteidigern, die bei Bedarf nach hinten rückten und so aus der Dreierkette eine Fünferkette gemacht haben.

Der reguläre Spielverlauf

Das Spiel begann schon nach 15 Minuten, bei den Verletzungen einen unglücklichen Verlauf zu nehmen. Sami Khedira zog sich bei einer Spielaktion an der Beininnenseite eine Adduktoren-Verletzung zu und musste ausgewechselt werden. Bastian Schweinsteiger kam für ihn aufs Feld und übernahm gleich auch die Kapitänsbinde. In der Folge hatte Deutschland in der ersten Halbzeit einige wenige Torchancen, aber einmal auch Glück, als Joshua Kimmich einen hoch gespielten italienischen Querpass unterlief. So kam Mattia De Sciglio hinter die deutsche Abwehr, doch konnte seine Flanke nicht verwertet werden.

In der zweiten Halbzeit spielte sich dann Jonas Hector durch einen Doppelpass auf dem linken Flügel frei, passte nach innen zu Mesut Özil und der erzielte das verdiente 1:0 für die feldüberlegene deutsche Mannschaft. Eine weitere Großchance durch Mario Gomez wurde kurz darauf von Italiens Torwartlegende Buffon entschärft. Gomez wurde später mit einem Muskelfaserriss ausgewechselt. Diese Verletzung hat sein Turnier beendet. Durch einen Aussetzer von Boateng, der einen Freistoß im eigenen Strafraum ähnlich einem Volleyballspieler bei der Netzabwehr mit der Hand abblockte, kam Italien durch einen Elfmeter von Bonucci zum Ausgleich.

Das Elfmeterdrama

Nach 120 Minuten stand es immer noch 1:1. Im anschließenden Elfmeterschießen versagten ausgerechnet den drei sichersten deutschen Schützen die Nerven. Müllers schwacher Schuss wurde gehalten, Özil traf den Pfosten und Schweinsteiger ballerte seinen Elfmeter wie einst Uli Höneß in den Nachthimmel. Da auch Neuer zwei Elfmeter hielt und zwei Italiener verschossen, brauchte es letztlich 18 Versuche, bis Jonas Hector den entscheidenden Treffer erzielen konnte.


Bild: Thinkstock, 467390977, iStock, peppi18

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