Wintersport

Schott wird Zehnte bei Eiskunstlauf-EM

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Ostrau – Trotz einer akuten Knieverletzung hat sich Eiskunstläuferin Nicole Schott unter die Top Ten der Europameisterschaften gekämpft.

Mit dem zehnten Platz im tschechischen Ostrau buchte die 20 Jahre alte Schülerin aus Essen das einzige deutsche Ticket der Damen zur WM Ende März in Helsinki. Zudem sicherte sie der Deutschen Eislauf-Union (DEU) auch für die EM 2018 zwei Startplätze. Nathalie Weinzierl aus Mannheim kam auf den enttäuschenden 17. Platz.

Der Titel ging mit 229,71 Punkten erneut an die Weltmeisterin Jewgenija Medwedjewa vor ihrer russischen Kollegin Anna Pogorilaja (211,39). Damit knackte die 17-Jährige den Weltrekord von 228,56 Zählern der Südkoreanerin Kim Yuna von Olympia 2010. Bronze gewann die 29 Jahre alte Italienerin Carolina Kostner (210,52), die nach zwei Jahren Zwangspause ihr Comeback gab.

Die fünfmalige Europameisterin hatte ihren Freund Alex Schwazer bei einer Dopingkontrolle verleugnet und war daraufhin 21 Monate gesperrt worden. Ihr Wechsel zum russischen Starcoach Alexej Mischin nach St. Petersburg zahlt sich aus.

Schott interpretierte die Nocturne No. 20 von Frederic Chopin gefühlvoll, konnte aber vor 10 000 Zuschauern in der ausverkauften Ostravar Arena ihren guten Eindruck aus der Kurzkür nicht ganz bestätigen. Nach zwei Stürzen beim Flip und der Kombination aus zwei dreifachen Toeloops verlor sie einen Platz, bekam aber noch gute 160,63 Zähler. «Es war sehr anstrengend. Ich konnte nach meiner Verletzung zuhause nur zwei Küren ganz durchlaufen», erklärte sie.

«Ich bin stolz auf sie und rechne ihr hoch an, wie sie trotz der Knieprellung gekämpft hat», betonte ihr Oberstdorfer Trainer Michael Huth. Bis zur WM will Schott ihr Knie ausheilen lassen und dort mit voller Kraft den olympischen Startplatz sichern.

Weinzierl kam in beiden Programmen nicht klar. Nach zwei Stürzen war auch die Kür zum Musical «Les Miserables» gelaufen – 143,40 Punkte waren viel zu wenig. Die 22-Jährige fährt kommende Woche zur Universiade und will es dort besser machen.

Fotocredits: Monika Skolimowska
(dpa)

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