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Haas verpasst Viertelfinale in München

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München – In Lederhosen verabschiedete sich Tommy Haas von den BMW Open in München. Der 39 Jahre alte Tennis-Oldie unterlag in seiner letzten Partie auf dem Gelände des MTTC Iphitos Jan-Lennard Struff klar mit 4:6, 5:7 und verpasste am Mittwoch den Einzug ins Viertelfinale.

«Es wird einem erst in den nächsten Wochen, Monaten und dann Ende des Jahres bewusst, wenn es vorbei ist», sagte Haas, der sich nach enttäuschenden 1:28 Stunden Spielzeit noch auf dem Center Court die bayerische Landestracht angezogen hatte, die sonst seit 2015 traditionell nur der Turniersieger erhält.

Der an Nummer sieben gesetzte Struff bekommt es im Viertelfinale des mit 540 310 Euro dotierten Sandplatz-Turniers entweder mit Deutschlands derzeit bestem Tennisspieler Alexander Zverev oder Jeremy Chardy aus Frankreich zu tun. Haas, der als kleiner Junge auf der Anlage seine Idole beobachten konnte, geht mit schönen Erinnerungen. «Ein besonderes Bild war vor vier Jahren, als ich das Turnier gewonnen habe und meine kleine Tochter auf dem Platz hatte», schwelgte die Nummer 455 der Welt kurz in der Vergangenheit.

Den Einzug ins Viertelfinale machte hingegen Qualifikant Yannick Hanfmann perfekt. Der Karlsruher bezwang den an Nummer acht gesetzten Brasilianer Thomaz Bellucci nach einer starken Vorstellung mit 7:6 (7:5), 4:6, 7:5 und trifft nun auf den an Nummer zwei gesetzten Roberto Bautista Agut aus Spanien.

Haas erwischte einen schlechten Auftakt und musste gleich sein erstes Aufschlagspiel an Struff abgeben. Der Weltranglisten-48. aus Warstein beschäftigte seinen 39 Jahre alten Kontrahenten immer wieder mit der Vorhand. Ein Rückhandfehler von Haas besiegelte den ersten Durchgang. Die frühere Nummer zwei der Welt fand dann besser in die Partie, während sich Struff einige Konzentrationsfehler leistete.

Am Ende hatte Haas, der in dieser Saison seine lange Karriere beenden wird, seinem jüngeren Kontrahenten aber nicht genug entgegenzusetzen. Mit einem Ass machte der 27-Jährige das Aus des gebürtigen Hamburgers perfekt, der als nächstes in Madrid antritt. «Mein erster Gedanke war: gratuliere, Struffi. Ich habe meine Chancen im zweiten Satz mit Break vorne nicht nutzen können», resümierte Haas.

Seine Tour der Überraschungen setzte indes Hanfmann fort, der vier Jahre auf einem College in den USA gespielt hat. «Bellucci auf Sand zu schlagen, da muss ich schon ein gutes Match geliefert haben. Ich kann mich nicht erinnern, jemals so gut über drei Sätze gespielt zu haben», sagte der verblüffte Hanfmann.

Vor allem im letzten Durchgang bewies er beim Stand von 4:5 starke Nerven, als er mit einem Break zurück ins Match fand. «Es ist ein bisschen surreal, hier auf der Pressekonferenz zu sitzen. Nach dem Matchball war das alles Wahnsinn», sagte Hanfmann. Sein persönliches Tennis-Märchen will er nach einem Tag Pause fortschreiben.

Fotocredits: Angelika Warmuth
(dpa)

(dpa)

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