Wintersport

Erster Podestplatz für Lochner im Viererbob-Weltcup

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Whistler – Sieg im Zweierbob dank Weltmeister Francesco Friedrich und Platz drei von Debütant Johannes Lochner im Viererbob – die Deutschen Bobteams haben auf der gefährlichen Hochgeschwindigkeitsbahn in Whistler einen gelungenen Saisonstart hingelegt.

«Traditionell tun wir uns in Nordamerika, wo die starken Mannschaften viel trainieren, etwas schwieriger», sagte Neu-Bundestrainer René Spies. «In diesem Jahr war es der besondere Fall, dass wir die Trainingswoche nicht nutzen konnten und hier mit zwei Trainingstage klarkommen mussten. Daher können wir alle zufrieden nach Hause fliegen», bilanzierte Spies, dessen Team den zweiten Weltcup in Lake Placid weglässt. Dafür wird in der Heimat lieber Material getestet.

Der für den BC Stuttgart Solitude fahrende Berchtesgadener Johannes Lochner hatte nach zwei Läufen 0,44 Sekunden Rückstand auf den Russen Alexander Kasjanow. Nach Platz elf im ersten Durchgang raste sein Team aus Matthias Kagerhuber, Sebastian Mrowka und Christian Rasp noch bis auf Rang drei vor. Zweiter wurde der Schweizer Rico Peter.

«Im ersten Lauf waren viele Fehler im oberen Teil drin, da wussten wir im Ziel, dass wir viel mehr drauf haben. Den zweiten Lauf haben wir dann richtig getroffen – dritter Platz, einfach unglaublich, ich bin stolz auf meine Jungs», sagte Lochner.

Friedrich, der am Vortag mit Thorsten Margis im kleinen Schlitten gewonnen hatte, legte mit seiner Crew zwar zweimal Startbestzeit (4,75 Sekunden) hin, stürzte aber im ersten Durchgang fast und kam nur auf Rang zwölf. Sein Vereinskollege Nico Walther landete auf Rang zehn.

Bei den Frauen fuhr Mariama Jamanka vom BRC Thüringen mit Anschieberin Ann-Christin auf Rang elf. Im Ziel hatte sie 1,67 Sekunden Rückstand auf die siegreiche Kanadierin Kaillie Humphries. Auf Platz zwei kam die Österreicherin Christina Hengster vor der Amerikanerin Jamie Greubel Poser. Die WM-Vierte Stephanie Schneider aus Oberbärenburg musste nach einem Trainingssturz wegen einer lädierten Schulter kurzfristig absagen.

Fotocredits: Jan Hetfleisch
(dpa)

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