Wintersport

DSV-Springer müssen sich steigern – Nur Eisenbichler im Soll

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Garmisch-Partenkirchen – Viel Zeit zum Durchschnaufen blieb den DSV-Adlern nach dem durchwachsenen Start in die 65. Vierschanzentournee nicht.

Erst gegen Mitternacht bezogen die deutschen Skispringer ihr Quartier in Seefeld, am Samstagmittag müssen Markus Eisenbichler & Co. in Garmisch-Partenkirchen schon wieder auf die Schanze. Die Stimmung auf der Fahrt von Oberstdorf in den österreichischen WM-Ort von 2019, wo der deutsche Tross in den nächsten fünf Tagen logiert, war gedämpft.

«Die Jungs sind sehr selbstkritisch. Sie spüren, was möglich wäre und ärgern sich über ihre Fehler», berichtete Bundestrainer Werner Schuster. «Ich hoffe, dass wir in Garmisch gut reinkommen und einen ordentlichen Wettkampf machen.»

Nach seinem starken Auftritt zum Auftakt mit Rang sechs trägt Eisenbichler beim Neujahrsspringen natürlich die Hoffnungen. Er hat – zumindest bei dieser Tournee – Severin Freund als sportliche Nummer eins im Team abgelöst. «Markus ist das erste Mal in dieser Situation. Er macht das sehr gut», lobte Schuster.

Rund 15 Punkte beträgt Eisenbichlers Rückstand auf den Österreicher Stefan Kraft, der sich mit dem Auftaktsieg zwei Jahre nach seinem Tournee-Triumph erneut in die Rolle des großen Favoriten hievte. Davon will der 23-Jährige aber nichts wissen. «Es sind noch sechs Sprünge und die Liste der Anwärter ist lang», sagte Kraft.

Nicht mehr dazu gehört Weltmeister Freund, der mit den Nachwehen seiner Hüftoperation mehr zu kämpfen hat als ihm lieb ist. «Für Severin geht es darum, seinen Status langsam wieder herzustellen», formulierte Schuster das Ziel für die weiteren Tournee-Stationen in Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen.

Ohne Freund als Anführer stehen die anderen DSV-Adler nun mehr unter Beobachtung – und waren der Situation mit Ausnahme von Eisenbichler in Oberstdorf nicht gewachsen. «Die anderen konnten sich jahrelang hinter Freund verstecken, jetzt ist er mal nicht in Form. Ich hoffe, dass vor allem Richard Freitag, Andreas Wellinger und Stephan Leyhe langsam in Schuss kommen», forderte Schuster eine mannschaftliche Steigerung.

Fotocredits: Angelika Warmuth
(dpa)

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