Wintersport

Deutsche lassen Weltcup in Lake Placid aus

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Winterberg – Der neue Bob-Cheftrainer René Spies hat vor dem Saisonstart in Whistler für ein Novum gesorgt und die Teilnahme an der zweiten Weltcup-Station in Lake Placid abgesagt. Dafür testet er lieber auf den Heimbahnen in Winterberg die neuen Bobs für Olympia 2018.

Eine Schmach wie 2014 bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi will der 43-jährige Winterberger bei der Weltmeisterschaft im Februar in Russland nicht noch einmal erleben.

«Durch den Kauf der vier Wallner-Schlitten im Zweier mussten wir auch finanziell schauen, wie wir es kompensieren», sagte Spies. Daher nehmen die Deutschen nicht am Weltcup in Lake Placid (16./17. Dezember) teil. «Zwei Wochen Pause in Übersee ohne richtiges Training bringen uns nicht weiter. Wir testen lieber daheim Material», sagte Spies der Deutschen Presse-Agentur.

Spies sorgte mit einer seiner ersten Amtshandlung als Nachfolger von Christoph Langen mit dafür, dass zwei Jahre nach der Olympia-Pleite von Sotschi ein neuer Konkurrenzkampf beim Material entfacht wurde. Der frühere Zweierbob-Europameister und Gesamtweltcupsieger kaufte mit dem Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) vier Zweierbobs vom österreichischen Ein-Mann-Unternehmen Hannes Wallner.

Der Tiroler Bob-Bauer verhalf Alexander Subkow 2014 zu olympischem Doppel-Gold. «Wir gehen in die Entwicklungsphase, in der wir versuchen, die Geräte weiterzuentwickeln. Am Ende gibt es einen Konkurrenzkampf und wir werden uns dann für das beste Gerät für Olympia 2018 entscheiden», sagte Spies, der jedoch weiter langfristig mit dem Berliner Institut für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten (FES) zusammenarbeiten möchte.

Fotocredits: Thomas Eisenhuth
(dpa)

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