Leichtathletik

Das bringt der Tag bei der Leichtathletik-WM

Von

on

London – Das deutsche Leichtathletik-Team hofft bei den Weltmeisterschaften in London am Freitag auf die zweite Medaille. Gesa Krause aus Trier geht als WM-Dritte von 2015 und Europameisterin in das Rennen über 3000 Meter Hindernis.

Allerdings sind die Asse aus Afrika traditionell die Favoriten. Bislang hat der Deutsche Leichtathletik-Verband nur einmal Silber durch Siebenkämpferin Carolin Schäfer gewonnen. Am achten WM-Tag (Beginn 11.00 Uhr) geht es für die Zehnkämpfer um Mitfavorit Rico Freimuth los. Die Highlights:

Im Zehnkampf (11.00 Uhr/erster Tag) führt Rico Freimuth aus Halle/Saale die Weltbestenliste mit 8663 Punkten an. Die «Könige der Athleten» suchen den Nachfolger von Ashton Eaton: Der Weltrekordler, zweifache Weltmeister und Olympiasieger aus den USA hat seine Karriere beendet. Als Medaillenkandidat gelten neben Freimuth, dem WM-Dritten von 2015, auch Kai Kazmirek von der LG Rhein-Wied, Vizeweltmeister Damian Warner aus Kanada und vor allen der Olympia-Zweite Kevin Mayer aus Frankreich. Der Ulmer Mathias Brugger bestreitet seine erste WM.

Im Weitsprung (20.10 Uhr) war die unter neutraler Flagge startende Russin Darja Klischina mit 6,66 Metern Beste der Qualifikation. Sie durfte bei den Olympischen Spielen in Rio als einzige Russin nach Aufdeckung des Dopingskandals in ihrer Heimat starten, da sie in den USA lebt. Vor allen die amerikanische Titelverteidigerin und Olympiasiegerin Tianna Bartoletta gehört zum Favoritenkreis. Auch die Frankfurterin Claudia Salman-Rath, Siebenkampf-Achte, ist dabei.

Über 3000 Meter Hindernis (22.25 Uhr) steht Europameisterin Gesa Krause aus Trier zum dritten Mal in einem WM-Finale und hofft auf eine Medaille. Vor zwei Jahren in Peking überraschte sie mit Bronze. Favoriten sind aber andere: Celliphine Chespol rannte in dieser Saison als einzige schon unter neun Minuten. Hinter zwei weiteren Kenianerinnen liegt in der Weltbestenliste die Olympiasiegerin Ruth Jebet, die mittlerweile für Bahrain startet und mit 8:52,78 den Weltrekord hält.

Über 200 Meter (22.50) will die Niederländerin Dafne Schippers ihren Titel verteidigen. Olympiasiegerin Elaine Thompson verzichtet auf die längere Sprintdistanz, die Jahresschnellste Tori Bowie aus den USA (21,77 Sekunden) konnte wegen einer Verletzung nicht im Vorlauf antreten. Aber Shaunae Miller-Uibo von den Bahamas dürfte Schippers gefährlich werden.

Fotocredits: Bernd Thissen
(dpa)

(dpa)

Empfehlungen für dich