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BBL: Kompensation für übrige Clubs nach Fall Hagen

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Bonn – Nach dem Rückzug von Phoenix Hagen aus dem Spielbetrieb der laufenden Saison hat die Basketball Bundesliga bei ihrer AG-Sitzung in Bonn eine Ausgleichszahlung für die übrigen 17 Clubs beschlossen.

«Wir haben eine Kompensationszahlung vereinbart, die die Clubs berücksichtigt, die einen Heimspielausfall haben oder die schon ein Auswärtsspiel in Hagen spielen mussten und dementsprechend Mehrkosten hatten», sagte BBL-Geschäftsführer Stefan Holz am Rande des Allstar Days.

Es sei ein «fünfstelliger Topf» geschaffen worden, sagte Holz. Jene Vereine, die durch das Aus von Hagen ein Heimspiel weniger haben, erhalten einen höheren vierstelligen Betrag. Clubs, die bereits Kosten für eine Auswärtspartie in Hagen hatten, erhalten eine kleinere vierstellige Summe. «Das deckt nicht den Ausfall ab, ist aber ein Solidargedanke», sagte der BBL-Boss.

Zugleich überlegen die Verantwortlichen, das Lizenzierungsverfahren weiter zu verbessern. «Vielleicht müssen wir bei kritischen Clubs, bei denen wir wissen, dass es eng ist, auch neutral durch einen Wirtschaftsprüfer prüfen lassen», sagte Holz. Bislang bewertet der Gutachterausschuss die vorgelegten Zahlen, die Entscheidung trifft dann der Lizenzligaausschuss.

Hagen hatte Ende November den Spielbetrieb wegen finanzieller Probleme einstellen müssen. Das Verhalten des Clubs so kurz nach Beginn der Saison hatte bei den übrigen Vereinen für großen Unmut gesorgt. Dennoch ist eine Verkleinerung der Liga derzeit kein Thema. «Momentan ist es so, dass es eine ganz klare Mehrheit für eine Liga mit 18 Clubs gibt», sagte Holz.

Fotocredits: Soeren Stache
(dpa)

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