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Die Regeln beim Hallenhockey

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Eine Variante des Hockeys ist das Hallenhockey, das vor allem in Mitteleuropa (Deutschland, Schweiz, Österreich, Frankreich) gespielt wird. Obwohl es sehr dem klassischen Feldhockey ähnelt, gibt es doch einige wichtige Unterschiede. Hier sollen die wichtigsten Regeln vorgestellt werden.

Die Hockey-Variante Hallenhockey unterscheidet sich vom Feldhockey in erster Linie dadurch, dass es in einer Halle und somit auf einem kleineren Feld gespielt wird, das zudem durch zehn Zentimeter hohe Banden begrenzt ist. Daher gibt es nur bei zu hohen Bällen Seitenaus. Die Größe des Feldes hängt natürlich von der Halle ab, in der Regel sollte es aber 36 bis 44 Meter lang und 18 bis 22 Meter breit sein. Eine 9 Meter vom Tor entfernte Linie begrenzt im Hallenhockey den Schusskreis. Sowohl die deutsche Herren- als auch die deutsche Damen-Nationalmannschaft im Hallenhockey sind derzeit weltweit das Maß aller Dinge. Die Damen wurden einmal Welt- und 12 mal Europameister, die Herren 2 mal Welt- und 13 mal Europameister. Bemerkenswert dabei: es wurden sowohl bei den Damen als auch bei den Herren erst 2 Welt- und 13 Europameisterschaften ausgetragen.

Beim Hallenhockey darf der Ball nicht geschlagen werden

Eine Mannschaft besteht aus 5 Feldspielern und einem Torwart. Generell darf beim Hallenhockey nicht hoch gespielt werden, es sei denn es handelt sich um einen Torschuss. Der Ball darf außerdem nur geschoben werden, Ballschläge sind nicht erlaubt. Bei einem unabsichtlichen Regelverstoß im eigenen Schusskreis und bei absichtlichen Regelverstößen in der eigenen Hälfte gibt es eine Strafecke. Absichtliche Regelverstöße innerhalb des Schusskreises sowie das regelwidrige Verhindern eines Tores werden mit einem Siebenmeter geahndet. Bei Regelwidrigkeiten in der eigenen Hälfte, bei denen keine Absicht vorliegt, gibt es einen Freistoß.

Bei Regelverstößen gibts die grüne, gelbe oder rote Karte

Bei Regelverstößen kann es im Hallenhockey neben einer bloßen Ermahnung auch eine Verwarnung (Grüne Karte) oder eine Zeitstrafe (Gelbe Kare und 2 bis 10 Minuten Zeitstrafe) geben. Wie beim Fußball gibt es auch beim Hallenhockey bei der zweiten gelben Karte eine Gelb-Rote Karte und somit einen Platzverweis. Im Gegensatz zum Fußball spielt die bestrafte Mannschaft beim Hallenhockey aber nur 15 Minuten in Unterzahl. Der Spieler, der die Gelb-Rote-Karte erhalten hat, bleibt aber vom Spiel ausgeschlossen. Erhält ein Spieler hingegen glatt Rot, spielt sein Team die komplette verbleibende Zeit in Unterzahl. Grüne Karten, die es vor allem wegen Reklamierens, unsportlichen Verhaltens, Foulspiels oder zweimaligen zu frühen Herauslaufens nach Strafecke gibt, können pro Mannschaft nur drei Mal vergeben werden. Danach muss auch jedes Grün-würdige Foul mit Gelb geahndet werden.

In der Regel dauert ein Hallenhockey-Spiel 60 Minuten

Bei Ausführung der Strafecke muss beim Hallenhockey der Ball den Schusskreis verlassen, er braucht aber nicht mehr tot gestoppt zu werden. Beim Hallenhockey gibt es zudem für die Mannschaften in den Bundesligen je eine Auszeit von einer Minute pro Halbzeit und eine weitere bei Entscheidungsspielen in der Verlängerung. Die Spielzeit beträgt beim Hallenhockey in der Regel 2 mal 30 Minuten. Bei internationalen Turnieren dauert ein Hallenhockeyspiel 2 mal 20 Minuten. Spielerwechsel finden fliegend statt und sind über die gesamte Spieldauer, außer beim Ausführen von Strafecken, auf Höhe der Mittellinie erlaubt (mehr zu dem Thema siehe hier).

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