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Basketball-Clubs vor Europa-Start

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Berlin – Acht Vereine in drei Wettbewerben und ein neuer Millionen-Preis: Fast die Hälfte der Clubs aus der Basketball-Bundesliga startet in dieser Woche in den Europapokal. Das Wichtigste zum Europa-Wirrwarr im Überblick.

In welchem Wettbewerb starten die deutschen Clubs?

Als Meister vertritt Bamberg im dritten Jahr nacheinander die Bundesliga in der Euroleague. Die Franken beginnen ihre Königsklassen-Saison am Donnerstag gegen Maccabi Tel Aviv. Zuvor sind bereits die übrigen sieben deutschen Europapokalvertreter im Einsatz: ratiopharm Ulm, der FC Bayern München und ALBA Berlin sind im Eurocup dabei. In der Champions League starten medi Bayreuth, die EWE Baskets Oldenburg, die Telekom Baskets Bonn und die MHP Riesen Ludwigsburg. s.Oliver Würzburg ist im FIBA Europe Cup in der Qualifikation gescheitert, in der Gruppenphase des viertklassigen Wettbewerbs gibt es damit keinen deutschen Vertreter.

Wie stehen die Chancen von Bamberg in der Euroleague?

Vergangene Saison verpasste das Team von Trainer Andrea Trinchieri den ersten Euroleague-Viertelfinaleinzug einer deutschen Mannschaft deutlich. Das immense Programm von 30 Vorrundenspielen forderte seinen Tribut. Auch diese Spielzeit wäre der Sprung unter die besten Acht eine Überraschung, die Franken müssen den Verlust zahlreicher Leistungsträger verkraften. Für vereinzelte Spiele werden die Bamberger erneut nach Nürnberg umziehen, zum ersten Mal Mitte November gegen den FC Barcelona.

Was geht für die Teams im Eurocup?

Das deutsche Trio will zumindest die zweite Gruppenphase der besten 16 Teams erreichen. «Wir würden sehr gerne in die nächste Runde», sagt Ulms Geschäftsführer Thomas Stoll zu den sportlichen Zielen. «Aber wir müssen auch schauen, dass wir nicht zu viele Körner lassen.» Aus diesem Grund sollen auf internationalem Parkett vermehrt junge deutsche Spieler ihre Bewährungschance bekommen. Auch ALBA hat die Top 16 als Ziel ausgegeben, für Bayern ging es vorige Saison sogar bis ins Viertelfinale.

Was gibt’s Neues in der Champions League?

Der Weltverband FIBA will Clubs mit einer neuen Prämie in seinen wichtigsten Wettbewerb locken. Der Sieger erhält ein Preisgeld von einer Million Euro – doppelt so viel wie bei der ersten Auflage. Beispielsweise medi Bayreuth entschied sich in seiner ersten Europapokalsaison für die Champions-League-Teilnahme.

Warum gibt es vier Wettbewerbe?

Der Streit zwischen der FIBA und der Euroleague, die auch den Eurocup ausrichtet, ist weiterhin ungelöst. Dieses Ringen um die Vormachtstellung im europäischen Basketball führt zu der unübersichtlichen Situation. «Eine enorme Herausforderung» sei dies für die nationale Spielplangestaltung, klagte Stefan Holz, Geschäftsführer der Bundesliga, in der «Big». Er befürchte, «dass der weniger Basketballkundige angesichts dieses Überangebots und Wirrwarrs den Überblick und das Interesse verlieren wird».

Fotocredits: Sedat Suna
(dpa)

(dpa)

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