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Angelique Kerbers Auftritte in Wimbledon

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London – Zum elften Mal nimmt Angelique Kerber am Rasen-Tennisturnier in Wimbledon teil. Heute (15.00 Uhr MESZ) trifft die zweimalige Grand-Slam-Gewinnerin wie 2016 im Endspiel auf die US-Amerikanerin Serena Williams. Erstmals will sie den Titel holen.

Ein Überblick über ihre bisherigen Teilnahmen:

2007: Aus in Runde eins

Mit 19 Jahren gibt Kerber ihr Wimbledon-Debüt. Sie verliert gegen die Weltranglisten-Siebte Anna Tschakwetadse aus Russland 5:7, 3:6.

2008: Aus in Runde eins

Die Schleswig-Holsteinerin wehrt noch drei Matchbälle ab, verliert dann aber 3:6, 6:2, 5:7 gegen die britische Wildcard-Spielerin Jelena Baltascha. Kerber steht auf Weltranglistenplatz 131, ihre Gegnerin noch 27 Plätze dahinter.

2010: Aus in Runde drei

Die 22-jährige Kerber verliert gegen die Australierin Jarmila Groth mit 3:6, 5:7. Sie ist Weltranglisten-54., Groth 38 Plätze schlechter eingestuft. Trotzdem ist es ihr zu dem Zeitpunkt erfolgreichstes Abschneiden. Ein Jahr zuvor schafft sie die Qualifikation nicht.

2011: Aus in Runde eins

Kerber scheitert an der Britin Laura Robson, die sie 2016 in der ersten Runde locker bezwingt. Es ist damals ihre elfte Erstrunden-Pleite im Jahr 2011. Sie zweifelt an ihrer Karriere, denkt ans Aufhören.

2012: Aus im Halbfinale

In der Runde der besten Acht gewinnt sie das Duell mit Sabine Lisicki. Im Halbfinale wird sie von einer grandios spielenden Polin Agnieszka Radwanska gestoppt. Mit 3:6, 4:6 muss sich die Schleswig-Holsteinerin der Nummer drei der Welt geschlagen geben.

2013: Aus in der zweiten Runde

Die deutsche Hauptrolle gehört klar Sabine Lisicki, die ins Finale einzieht. Kerber scheitert überraschend früh an Kaia Kanepi aus Estland mit 6:3, 6:7 (6:8), 3:6. Im Tiebreak des zweiten Durchgangs führt sie schon 5:1 und ist nur noch zwei Punkte vom Matchgewinn entfernt. «Ich hatte meine Chancen, aber ich habe sie nicht genutzt», sagt Kerber.

2014: Aus im Viertelfinale

Im Achtelfinale besiegt Kerber überraschend die russische Weltklassespielerin Maria Scharapowa. Einen Tag später fehlt ihr am Ende auch die Kraft. Mit dem 3:6, 4:6 gegen die spätere Endspiel-Verliererin Eugenie Bouchard aus Kanada muss sie ihre Hoffnung auf das Halbfinale aufgeben. «Mir war klar, dass ich nicht genug Zeit hatte mich zu regenerieren», sagt Kerber.

2015: Aus in der dritten Runde

Kerber hat sich viel vorgenommen, verpasst aber das Achtelfinale. Doch die Linkshänderin hat sich nicht viel vorzuwerfen. Sie verliert ein teilweise hochklassiges Match gegen die spätere Finalistin Garbiñe Muguruza aus Spanien mit 6:7 (12:14), 6:1, 2:6. «Klar habe ich erwartet, dass ich besser spiele», sagt Kerber.

2016: Das erste Finale

Mit sechs Siegen zieht sie mit 28 Jahren und ohne Satzverlust erstmals ins Endspiel ein. Im Kampf um den Titel muss sie sich in einem hochklassigen Match Serena Williams geschlagen geben, die sie im Januar bei den Australian Open im Endspiel besiegt hatte. «Ich habe so gut gespielt wie ich konnte», sagt Kerber. «Am Ende war es einfach der Aufschlag, der der beste der Welt ist. Da konnte ich nichts machen.»

2017: Aus im Achtelfinale

Trotz ihre stärksten Auftritts seit langem verliert die Linkshänderin im Achtelfinale gegen die spätere Turniersiegerin Garbiñe Muguruza 6:4, 4:6, 4:6. Sie erlebt in ihrer enttäuschenden Saison einen weiteren Rückschlag und wird als Nummer eins der Welt abgelöst.

2018: Der erste Titel?

Zu Beginn hat Kerber Probleme, verliert gegen die 18-jährige Claire Liu in der zweiten Runde einen Satz und zittert sich in Runde drei. Die Nummer elf der Setzliste steigert sich, erreicht beeindruckend zum zweiten Mal das Finale. Wieder ist die Gegnerin Serena Williams, die nur zehn Monate nach der Geburt ihrer Tochter ihr zweites Grand-Slam-Finale bestreitet. Klappt es diesmal mit dem Titel?

Fotocredits: Tim Ireland
(dpa)

(dpa)

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